Das eBooks fast auf dem Preisniveau der papiergebundenen Ausgaben liegen (Preisabweichungen von ca. 10% ignorieren wir jetzt mal), sollte schon so ziemlich jedem eBookreader-Besitzer aufgefallen sein. Das ist halt so und lässt sich erst einmal nicht ändern. Allerdings höre ich in diesem Zusammenhang unglaublich oft das Argument “Wir haben ja Buchpreisbindung, da ist das ja klar” – und das ist leider totaler Mist.
Die Buchpreisbindung an sich kann gar nichts dafür, dass eBooks nicht wirklich billig sind – und genau damit soll sich dieser Artikel beschäftigen.
Hacking als neuer Volkssport
Wenn man sich die Online-News der letzten Zeit ansieht könnte man meinen, Hacking ist der neue Volkssport. Es vergeht eigentlich keine Woche, an dem nicht ein anderer Anbieter vom Datenschwund durch Hacker berichtet.
Mir fallen auf Anhieb folgende Hacks der letzten Zeit ein:
- Codemasters am 10.06
- Epic Games am 09.06
- Bethesda Softworks am 18./19.06
- Sonypictures.com am 02.06
- Sonys PSN am 17-19.04
Eines haben alle diese Hacks gemeinsam: Der wirklich geschädigte sind wir als User – denn es sind unsere persönlichen Nutzerdaten, die von den Server gestohlen wurden und sich jetzt unkontrolliert im Netz herumtreiben.
Selbst wenn man von einen dieser Hacks nicht persönlich betroffen war, oder denk “die geklauten Daten sind jetzt nicht so wichtig” sollte man sich doch mal ein paar Gedanken machen: Read more
So etwas spricht sich im Netz schnell herum und findet auch auf Spiegel-Online seine Erwähnung: Die wohl bekannteste Streaming-Plattform kino.to wurde von den Ermittlungsbehörden dicht gemacht.
Kino.to dürfte den meisten Internet-Nutzern ein Begriff gewesen sein, ob jetzt durch aktive Nutzung oder nicht. Hier gab es so gut wie alle aktuellen Kinofilme oder Serien als kostenlos verfügbaren Onlinestream – dass das ganze nicht legal war, kann man sich ja denken. Neben kino.to hat es auch einige Stream-Hoster erwischt, die wohl entweder direkt von den kino.to Leuten betrieben wurden oder in sehr engem Kontakt zur Seite standen. Read more
Wie man jetzt an vielen Stellen lesen kann, ist der Dienst sofortueberweisung.de gerade ziemlich in der Kritik. Man liest hier wohl mehr Daten aus, als einem als Nutzer eigentlich lieb sein kann. Unter der Bezeichnung einer “Kontodeckungsabfrage” werden, laut NDR Recherchen, die Umsätze der letzten 30 Tage, den Dispo und die Daten weiterer Konten ausgelesen.
Sofortüberweisung.de bewirbt den Dienst damit, ohne Registrierung oder ähnliches, schnell und einfach Überweisungen von seinem Girokonto an Händler autorisieren kann. Man benötigt dazu “lediglich” seine normalen Onlinebanking-Zugangsdaten und eine TAN. Spätestens an dieser Stelle frage ich mich, warum es überhaupt User dieses Dienstes gibt. Ich denke mal, ein Großteil der User würde mich für verrückt erklären, wenn ich sie einmal nach dem Zugangsdaten zu ihrem Online-Banking Zugang fragen würde – auf einer Webseite allerdings tippt man diese ohne größere Bedenken ein.