Aus Archos 70b mach bq Voltaire
In meinem ersten Archos Beitrag erwähnte ich ja bereits in einem Kommentar, dass die Hardware des Archos 70b mit der des bq Voltaire identisch ist, und man die Firmware austauschen könnte.
Da mein Archos in letzter Zeit öfter rumzickte (willkürliches Anschalten, was zu leerem Akku führte), bin ich doch einfach mal einen Selbstversuch mit der “fremden” Firmware eingegangen. Ich muss sagen, ich bin erstaunt, was alles in dem kleinen Archos steckt, wenn man ihn nur lässt.
Die bq Firmware hat eine ganze Reihe von Vorteilen, die man mit dem original Archos Image nicht hat, wie z.B.:
- mehrere Homescreens, die frei mit Icons / Widgets bestückt werden können
- Sychronisation mit GMail und Google Calendar
- Zugriff auf den Google Market
- die Kindle-App läuft ohne Probleme
Wie bereits in meiner Vorstellung geschrieben, hat der Archos 70b eBook-Reader die Unart, ziemlich wählerisch zu sein, was die Anzeige von eBookcovern angeht. Oftmals erscheint einfach nur ein blaues Reader-Bild oder ein ePub/PDF Logo statt des wirklichen Buchcovers.
Das sieht weder schön aus, noch erleichtert es die Übersicht – und deshalb beschreibt dieser Post, wie man mit etwas Arbeit die eBooks so bearbeitet, dass der Archos 70b die Cover korrekt anzeigt.
Versuchsobjekt war Goethes Faust, da man das ePub kostenlos von Project Gutenberg beziehen kann. Das Vorgehen ist allerdings für jedes Buch gleich – das Verfahren lässt sich also auf alle Bücher übertragen.
Wenn man das ePub (ohne Bilder) herunterlädt, per USB auf den Archos unter /Ebooks/Faust.epub ablegt und die USB-Verbindung trennt, wird man sehen: Buch wird erkannt, aber Cover fehlt.
Genau dies möchten wir nun ändern – dafür gibt es zwei Wege: Manuelles Kopieren des Covers und eine Variante mit Calibre. Da ich persönlich die Bücher eh immer zuerst mit Calibre bearbeite, ist Methode zwei die von mir favorisierte. Aber zuerst die manuelle Methode.
Opera Wahoo – Pre-Alpha 12.00 build 1027
Heute wurde wieder eine neue Pre-Alpha des kommenden Opera 12.00 im Deskopteam-Blog veröffentlicht.
Allen Nutzern der letzten Version würde ich allein wegen folgender zwei Änderungen zum Update raten:
- Fixed freeze at Facebook and other sites
- DSK-340165 Painting issue after PDF is closed
Beide Bugs waren schon recht nervig… Dank Bug1 ist der Browser immer mal wieder hängen geblieben. Dass ließ sich zwar durch minimieren / maximieren wieder beheben, war aber auf dauer doch ätzend.
Bug zwei trat (zumindenst bei mir) noch öfter auf. Jedes mal, wenn ein im Browser-Plugin geöffnetes PDF geschlossen wurde, wurde das Bild nicht geupdated, so dass das PDF noch solange “angezeigt” wurde, bis man entweder den Tab wechselte oder die Bildschirmseite durchscrollte.
Also: Updaten, wenn ihr Next-User seid!
Das eBooks fast auf dem Preisniveau der papiergebundenen Ausgaben liegen (Preisabweichungen von ca. 10% ignorieren wir jetzt mal), sollte schon so ziemlich jedem eBookreader-Besitzer aufgefallen sein. Das ist halt so und lässt sich erst einmal nicht ändern. Allerdings höre ich in diesem Zusammenhang unglaublich oft das Argument “Wir haben ja Buchpreisbindung, da ist das ja klar” – und das ist leider totaler Mist.
Die Buchpreisbindung an sich kann gar nichts dafür, dass eBooks nicht wirklich billig sind – und genau damit soll sich dieser Artikel beschäftigen.
Update: Da die Kommentare langsam etwas unübersichtlich werden, könnt ihr auch das kleine Forum unter http://blog.d-maass.de/forum nutzen. Das sollte etwas übersichtlicher sein
Viel Spaß
Ich liebäugelte schon lange mit der Anschaffung eines digitalen eBook-Readers, allerdings waren meine Anforderungen etwas speziell. Es sollte auf jeden Fall das ePub-Format mit DRM unterstützt werden, um die Onleihe der Bibliotheken nutzen zu können. Des weiteren wäre eine halbwegs funktionierende PDF-Darstellung und die generelle Möglichkeit des Surfens schön. Als nächstes kam das Kostenargument: All zu viel Geld wollte ich für die Spielerei nicht ausgeben. Vor ein paar Wochen bin ich zufällig über den Archos 70b für knapp 100€ gestolpert, der diese Auflagen eigentlich alle ungefähr erfüllte. Da die Investition zu verkraften war, hab ich ihn mir einfach mal zugelegt – und habe es bis jetzt nicht bereut.
Mit diesem Post möchte ich das Gerät kurz (ok.. vielleicht doch etwas länger) vorstellen und ein paar gute und weniger gute Seiten ansprechen, da man im Netz über den Archos 70b nicht so wirklich viel interessantes findet. Falls noch Fragen offen bleiben sollten: Einfach in den Kommentaren stellen. Read more
Gestern wurde im Opera Desktopteam Blog die zweite Pre-Alpha-Version dessen, was wohl einmal die nächste Majorversion (also 12.00) werden soll, zum Testen freigegeben.
Das Blöde: von wirklichen neuen Features ist noch absolut nichts zu sehen – und diese sollte man von einer neuen Major ja eigentlich erwarten. Schließlich geht Opera ja nicht den Weg von Chrome, die ja nur in ganzen Zahlen zählen. Was sich in den zwei Changelogs findet sind eigentlich nur Bugfixes.
Laut eigener Ankündigung, sind die tollen neuen Features aber für spätere Versionen geplant… dann hoffen wir mal, dass den Leuten noch etwas tolles einfällt.
In Sachen Geschwindigkeit fühlt sich Opera immer noch schneller an als Chrome, und auch ein kurzer Peacekeeper-Benchmark bestätigt das:
Vor allem zwei Dinge nerven mich momentan allerdings sehr:
- keine “Blick ins Buch” Unterstützung auf Amazon
- mein “Verkäufterkonto” auf Amazon kann auch nur mehr schlecht als recht bedient werden
Allerdings scheint mir hier die Schuld eher bei Amazon zu liegen… warum auch immer man dort nicht eine simple Opera-Unterstützung gebacken bekommt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es irgendwann doch noch funktioniert.
Nachtrag: Zum Vergleich noch die Werte von Firefox 5 bzw Firefox 6 Beta 2:
Hacking als neuer Volkssport
Wenn man sich die Online-News der letzten Zeit ansieht könnte man meinen, Hacking ist der neue Volkssport. Es vergeht eigentlich keine Woche, an dem nicht ein anderer Anbieter vom Datenschwund durch Hacker berichtet.
Mir fallen auf Anhieb folgende Hacks der letzten Zeit ein:
- Codemasters am 10.06
- Epic Games am 09.06
- Bethesda Softworks am 18./19.06
- Sonypictures.com am 02.06
- Sonys PSN am 17-19.04
Eines haben alle diese Hacks gemeinsam: Der wirklich geschädigte sind wir als User – denn es sind unsere persönlichen Nutzerdaten, die von den Server gestohlen wurden und sich jetzt unkontrolliert im Netz herumtreiben.
Selbst wenn man von einen dieser Hacks nicht persönlich betroffen war, oder denk “die geklauten Daten sind jetzt nicht so wichtig” sollte man sich doch mal ein paar Gedanken machen: Read more
So etwas spricht sich im Netz schnell herum und findet auch auf Spiegel-Online seine Erwähnung: Die wohl bekannteste Streaming-Plattform kino.to wurde von den Ermittlungsbehörden dicht gemacht.
Kino.to dürfte den meisten Internet-Nutzern ein Begriff gewesen sein, ob jetzt durch aktive Nutzung oder nicht. Hier gab es so gut wie alle aktuellen Kinofilme oder Serien als kostenlos verfügbaren Onlinestream – dass das ganze nicht legal war, kann man sich ja denken. Neben kino.to hat es auch einige Stream-Hoster erwischt, die wohl entweder direkt von den kino.to Leuten betrieben wurden oder in sehr engem Kontakt zur Seite standen. Read more
Opera 11.50 Beta1 – Swordfish is coming
Die Jungs von Opera haben heute eine erste Beta-Version des kommenden Opera 11.50 (Opera Swordfish) im Desktopteam-Blog veröffentlicht.
Nach einem zeitweisen Abstecher zu Chrome, bin ich seit Version 11 doch wieder zur Opera zurückgewechselt – und eigentlich ziemlich zufrieden.
Die Beta der Version 11.50 hat folgende größere Neuerungen gegenüber der 11.11 zu bieten:
- Möglichkeit der Einbindung von Extensions auf die Speed Dial-Seite
- Erweiterung des Opera Link Features um Passwortsynchronisation
- Einrichtung eines “next-Channels” der es erlaubt, Beta- und Stable-Versionen von Opera parallel zu betreiben.
- Core Bugfixes, optimierte SVG Performance und Implementierung neuer HTML5 Erweiterungen wie die history API, die custom data-* attributes API oder die Element.classList API.
Im erweiterten Text werde ich ein paar der Änderungen näher beschreiben. Read more
Wie man jetzt an vielen Stellen lesen kann, ist der Dienst sofortueberweisung.de gerade ziemlich in der Kritik. Man liest hier wohl mehr Daten aus, als einem als Nutzer eigentlich lieb sein kann. Unter der Bezeichnung einer “Kontodeckungsabfrage” werden, laut NDR Recherchen, die Umsätze der letzten 30 Tage, den Dispo und die Daten weiterer Konten ausgelesen.
Sofortüberweisung.de bewirbt den Dienst damit, ohne Registrierung oder ähnliches, schnell und einfach Überweisungen von seinem Girokonto an Händler autorisieren kann. Man benötigt dazu “lediglich” seine normalen Onlinebanking-Zugangsdaten und eine TAN. Spätestens an dieser Stelle frage ich mich, warum es überhaupt User dieses Dienstes gibt. Ich denke mal, ein Großteil der User würde mich für verrückt erklären, wenn ich sie einmal nach dem Zugangsdaten zu ihrem Online-Banking Zugang fragen würde – auf einer Webseite allerdings tippt man diese ohne größere Bedenken ein.


